Sinusitis: Wenn die Nasennebenhöhlen entzündet sind

Was Sie über akute und chronische Nebenhöhlenentzündungen wissen sollten

Wenn der Kopf schmerzhaft drückt und das Nasensekret sich staut, hat man oftmals eine Nasennebenhöhlenentzündung. Allein in Deutschland stellen Ärzte die Diagnose „akute Sinusitis“ mehrere Millionen Mal pro Jahr. Bei Betroffenen ist der Leidensdruck hoch, schliesslich staut sich Sekret in den durch Viren oder Bakterien entzündeten Nasennebenhöhlen, was die Nasenatmung stark einschränkt.

Entsprechend wichtig ist es, die richtige Abhilfe zu schaffen, um die Erkrankung gut zu überstehen. Erfahren Sie jetzt, was die Sinusitis als Krankheit auszeichnet und wie Sie die Genesung begünstigen können.

Was ist eine Sinusitis und welche Formen gibt es?

Eine Sinusitis ist die Entzündung der Nasennebenhöhlen. Sinus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Ausbuchtung“ oder „Höhle“. Gemeint sind damit Hohlräume im Schädelknochen. Diese sind mit Luft gefüllt und einer Schleimhaut ausgekleidet.

Auf der Oberfläche dieser Schleimhäute bildet sich permanent ein feiner Sekretfilm, der Staubkörnchen und Schmutzteilchen aus der eingeatmeten Luft filtert. Dieser Sekretfilm wird von  winzigen, beweglichen Flimmerhärchen in den Rachen befördert. So wird er unbemerkt heruntergeschluckt.

Entzünden sich diese Schleimhäute nun, z. B. durch Viren oder Bakterien, ist dieser Abtransport von Sekret oft nicht mehr möglich. Die Schleimhäute sind angeschwollen, dementsprechend staut sich das Sekret zusätzlich, wodurch die Nebenhöhlen weiter verstopfen. Dadurch kommt es zu schmerzhaften Symptomen und einer erschwerten Atmung.

Häufig hat eine Nasennebenhöhlenentzündung eine vorherige Entzündung der Nasenschleimhaut zur Ursache. In diesem Fall spricht man von einer Rhinosinusitis. Dieses gemeinsame Auftreten wird dadurch bedingt, dass die Nasenschleimhaut mit der Schleimhaut der Nebenhöhlen eine funktionelle Einheit bilden.

[Translate to Deutsch (CH):] Eine schematische Darstellung der vier Nebenhöhlen
[Translate to Deutsch (CH):] Bei einer Sinusitis entzünden sich die Schleimhäute in einer der vier Nebenhöhlen.
Blau = Stirnhöhlen, Grün = Siebbeinzellen, Orange = Keilbeinhöhle, Rot = Kieferhöhlen

Die fünf Arten der Sinusitis

Die Kieferhöhle ist die größte Nebenhöhle. Sie ist paarig angelegt und befindet sich jeweils rechts und links unter der Augenhöhle. Bei der Kieferhöhlenentzündung sind die Schmerzen überwiegend im Bereich der Wangenknochen lokalisiert, können sich allerdings auch in Kopf- und Zahnschmerzen äußern.

Die Siebbeinhöhle besteht aus mehreren Hohlräumen. Diese liegen zwischen Augen- und Nasenhöhle. Bei der Siebbeinzellenentzündung liegt das Zentrum des Schmerzes vor allem zwischen den Augen. Diese Form der Sinusitis verläuft besonders häufig chronisch.

Die Stirnhöhle liegt über den Augen und der Nasenwurzel. Sie ist paarig angelegt und ragt in den mittleren Nasengang. Eine Stirnhöhlenentzündung zeichnet sich durch Schmerzen in der Stirn aus und können bis in die Augen ausstrahlen.

Die Keilbeinhöhle ist paarig angelegt und liegt hinter der Siebbeinhöhle. Bei der Keilbeinhöhlenentzündung sind die Schmerzen oft im Kopf, Nacken oder in den Ohren lokalisierbar.

Bei dieser Form der Sinusitis sind sämtliche Nebenhöhlen gleichzeitig betroffen. Der Krankheitsverlauf kann akut oder chronisch sein.

Die akute Nasennebenhöhlenentzündung

Von einer akuten Sinusitis sprechen Ärzte, wenn die Beschwerden nach einer normalen Genesungszeit von zwei bis vier Wochen abklingen. In Ausnahmefällen sind auch längere Beschwerden bis zu 12 Wochen möglich. Kehren solche Episoden mehrmals im Jahr wieder, spricht man von einer akuten rezidivierenden Sinusitis.

Die chronische Nasennebenhöhlenentzündung

Dauert die Entzündung der Nebenhöhlen länger an als 12 Wochen, spricht man von einer chronischen Sinusitis. Ebenfalls als chronisch eingestuft wird sie, wenn die Beschwerden häufiger als viermal im Jahr auftreten.

Ursachen: Wie entsteht eine Sinusitis?

Der häufigste Auslöser von akuten Nebenhöhlenentzündungen ist eine gewöhnliche Erkältung, also die Infektion mit Viren oder Bakterien, wobei Viren die häufigere Ursache sind. Pilze oder Allergien kommen jedoch auch als Ausgangspunkt der Entzündung in Frage.

Begünstigt wird die Sinusitis durch bestehende Atemwegserkrankungen, Schwächen des Immunsystems, allergische Schleimhautschwellungen oder anatomische Engstellungen im oberen Atmungsapparat.

Gerade bei der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung sind häufig anatomische Veränderungen wie eine schiefe Nasenscheidewand oder grosse Nasenpolypen die Auslöser. Doch auch bei dieser Form können Allergien oder Zahnentzündungen die eigentliche Ursache sein.

Besonderheit: Sinusitis bei Kindern

Bei Neugeborenen sind die einzelnen Nasennebenhöhlen noch nicht vollständig ausgeprägt. Sie entwickeln sich erst später. Deshalb kann bei Kleinkindern eine Sinusitis lediglich in der Kieferhöhle und den Siebbeinzellen auftreten. Allerdings ist das selten. Nasennebenhöhlenentzündungen treten für gewöhnlich erst im Schulkindalter auf.

Welche Symptome hat man bei einer Sinusitis?

Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung zeichnet sich für gewöhnlich durch pochende Schmerzen über der Stirn, im Wangenbereich oder hinter den Augen aus. Diese verstärken sich beim Vorbeugen oder festen Auftreten. Dazu leiden Betroffene unter starkem Schnupfen häufig mit eitrigem Nasenausfluss.

Es kommt zu Kopfschmerzen und einem starken Druckgefühl im Gesicht. Zusätzlich tritt eine gehäufte Sekretproduktion auf und der Geruchssinn ist eingeschränkt. Weitere Symptome können Zahnschmerzen im Oberkiefer, ggfs. Fieber und eine generelle Abgeschlagenheit sein.

Die chronische Sinusitis verläuft oftmals schwächer, manchmal sogar gänzlich schmerzfrei. So kann es vorkommen, dass lediglich die Nasenatmung ein wenig eingeschränkt ist. Typisch ist dabei eine Beeinträchtigung von Geruch und Geschmack. Hin und wieder kommt es zusätzlich zu schmerzhaften Infektschüben.

Wie lange dauert eine Sinusitis?

Der genaue Verlauf einer Sinusitis hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine akute Sinusitis klingt in der Regel nach zwei bis vier Wochen ab.

Anders verhält es sich bei der chronischen Nebenhöhlenentzündung. Davon sprechen Ärzte erst, wenn die Erkrankung über 12 Wochen anhält oder über viermal pro Jahr auftritt.

Insgesamt hängt der Krankheitsverlauf einer Nasennebenhöhlenentzündung auch davon ab, ob die betroffene Person eine Krankheitsvorgeschichte hat und ob heilungsbegünstigende Massnahmen ergriffen werden.

Was kann man tun bei einer Nasennebenhöhlenentzündung?

Grundsätzlich sollte man einen Arzt aufsuchen, um die Symptome abzuklären. Für gewöhnlich heilt eine akute Sinusitis ohne grössere Behandlung aus. Liegt eine bakterielle Ursache vor, werden teilweise Antibiotika verschrieben.

Natürlich gibt es Möglichkeiten, die Heilung zu unterstützen. Um die Nebenhöhlen wieder zu belüften, helfen Mittel, welche die Schleimhäute abschwellen lassen. Dabei sollte man darauf achten, dass diese Mittel keinen Gewöhnungseffekt nach sich ziehen. Ebenfalls hilfreich sind z. B. Medikamente zur Schleimlösung. So läuft das Sekret besser ab und der Druck im Kopf lässt nach.

Konkret eignen sich z. B. Nasensprays und Inhalationen. Idealerweise greift man zu speziellen Nasensprays für die Anwendung bei Sinusitis – ohne Gewöhnungseffekt. Die Inhalation mit isotoner, gebrauchsfertiger Salzlösung, z. B. von Emser® verschafft zusätzliche Linderung. Diese regt die Tätigkeit der Flimmerhärchen an, löst aktiv den Schleim und lässt die Nasenschleimhaut abschwellen. Dadurch können die natürlichen Reinigungsmechanismen der Nasennebenhöhlen wieder regenerieren.

Bei der chronischen Sinusitis gilt es, erst einmal die genaue Ursache zu identifizieren. Handelt es sich bei der Ursache um eine Allergie bzw. Zahnentzündung, so ist diese zuerst zu behandeln. Oftmals liegen die Gründe jedoch in anatomischen Besonderheiten. Bei einer beispielsweisen schiefen Nasenscheidewand, erweiterten Ausführungsgängen der Nebenhöhle und vergrösserten Nasenpolypen hilft für gewöhnlich ein kleiner, operativer Eingriff. Hier kann regelmässiges Nasespülen mit einer isotonen Spüllösung, als Nachbehandlung nach dem operativen Eingriff, die Beschwerden lindern und die Regeneration der Nasenschleimhaut fördern.

Besonderheit: Sinusitis in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft treten besonders häufig Nasenschleimhautentzündungen auf. Diese ziehen oftmals eine Sinusitis nach sich. Verantwortlich dafür ist vermutlich das Hormon Progesteron. Es bewirkt bei einigen Schwangeren, dass die Schleimhäute in den Nasennebenhöhlen anschwellen. Allerdings ist noch nicht endgültig geklärt, ob es tatsächlich eine hormonelle Ursache hat. Es ist wichtig, dass eine Sinusitis in der Schwangerschaft zeitnah behandelt wird, um Komplikationen und damit unter Umständen auch Risiken während der Schwangerschaft zu vermeiden.

Tritt eine solche Erkrankung auf, sollte unbedingt ein Arzt zu Rate gezogen werden, um eine medikamentöse Therapie zu erhalten. Bei dieser ist jedoch auf eine möglichst niedrige Dosierung der Medikamente achten. Schwangere Frauen sollten eine mögliche medikamentöse Behandlung im Krankheitsfall immer vorher mit ihrem behandelnden Hausarzt oder Gynäkologen besprechen.

Gerade in dieser besonderen Zeit sind natürliche Alternativen gefragt, die begleitend zur medikamentösen Therapie zur Symptomlinderung angewendet werden können. Als natürlich wirksame Alternativen kommen z. B. eine Nasendusche, z. B. von Emser und spezielle Nasensprays, wie das EMS Sinusitis forte in Frage.

Wie beugt man einer Sinusitis vor?

Generell ist es sinnvoll, einen Lebensstil zu führen, der das eigene Immunsystem begünstigt, um Infektionen möglichst vorzubeugen. Das bedeutet, dass man das Immunsystem durch Bewegung an der frischen Luft, Saunabesuche oder Wechselduschen stärkt. Dazu gehört auch, schädigende Angewohnheiten abzulegen. Gerade das Rauchen gilt hier als besonderer Risikofaktor für einen Infekt. Rauchen reizt die Nasenschleimhaut und bietet so eine Grundlage für mögliche Entzündungen. Ausserdem sorgt es dafür, dass die Flimmerhärchen nicht mehr so gut arbeiten wie bei Nicht-Rauchern, was dazu führt, dass das Nasensekret schlechter abtransportiert wird.

Ausserdem kann man die Nasenschleimhäute feucht halten mit einer reinen Thermalsalz-Wasser-Lösung. Dazu eignet sich eine Nasendusche mit einem isotonen Nasenspülsalz. Dabei kommt es auch auf die Regelmässigkeit an. Wie man sich auch täglich die Zähne putzt, so sollte gerade in Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr die Nasendusche einen festen Platz in der täglichen Hygiene einnehmen. Dadurch werden Schmutz, Pollen und mögliche Erreger ausgespült und die Nasenschleimhaut in ihrer natürlichen Selbstreinigungsfunktion unterstützt, was einer möglichen Sinusitis vorbeugt.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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